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Nachsorge

Ambulante Nachsorge/Adaption – stabile Abstinenz und Sicherung der Therapieergebnisse

Adaption und ambulante Nachsorge sind wertvolle und unverzichtbare Bestandteile der Suchtkrankenhilfe. Neu Gelerntes muss für eine stabile und dauerhafte Abstinenz in den Alltag übertragen werden. Das empfinden Patienten oft als schwieriger als während der Therapie.

Nachsorge

Die Nachsorge umfasst in der Regel 20 Stunden, verteilt auf ein halbes Jahr. Die Kosten übernimmt der Rentenversicherungsträger oder die Krankenkasse. Bei Bedarf kann die Betreuung auch verlängert werden.

Adaption

Im Anschluss an die stationäre Entwöhnungsbehandlung besteht die Möglichkeit einer 3-monatigen Adaptionsphase. Diese dient dazu, die Patienten bei der beruflichen Wiedereingliederung zu unterstützen.

Suchtselbsthilfe

Die Suchtselbsthilfegruppe bietet für Patienten oder Angehörige Hilfe bei Suchtproblemen – niedrigschwellig und ohne Bedingungen. Die Selbsthilfe setzt dabei auf freiwillige Mitwirkung aller Teilnehmer. Der bewusste Umgang mit sich selbst und mit anderen steigert das Selbstbewusstsein und die Selbstsicherheit für den Alltag.

Gruppenteilnehmer vermitteln am eigenen Beispiel, dass langfristige Abstinenz möglich ist. In der Selbsthilfegruppe können Patienten voneinander lernen. Patienten entlasten einander in einer geschützten Atmosphäre, zum Beispiel durch die Thematisierung von Ängsten, Zweifeln und Schuldgefühlen.

In Sachsen wirken etwa 350 Suchtselbsthilfegruppen. Ergänzt werden diese Angebote durch die Treffen der Anonymen Alkoholiker, der Al-Anon Familiengruppen und Gruppen der Narcotics Anonymous. Der überwiegende Teil der Selbsthilfegruppen widmet sich dem Problem Alkohol. Dazu kommen Gruppen für Angehörige beziehungsweise Selbsthilfegruppen für Probleme mit illegalen Drogen, für Essstörungen oder für pathologisches Glücksspiel.